Integrationsfachdienst (IFD)
gemeinnützige GmbH

Navigation

Projekt AUT*CIA

Das Projekt erforscht bundesweit die spezifischen Belastungen und Lebensumstände von jungen Mädchen und Frauen mit Schwerbehinderung mit hochfunktionalem Autismus (HFA) bzw. Asperger Syndrom (AS) im Rahmen der beruflichen Qualifizierung und Platzierung, die eine gleichberechtigte und nachhaltige Teilhabe am Arbeitsleben verhindern.
AUT*CIA steht für "Chancengleichheit von Frauen mit Schwerbehinderung mit HFA/AS im Arbeitsleben".

Ihre Ansprechpartner


Zielgruppen

  • Mädchen und Frauen mit Schwerbehinderung mit hochfunktionalem Autismus sowie mit Schwerbehindertenstatus oder Gleichstellung mit Differenzierung nach Zeitpunkt der Diagnose.
  • Einrichtungen und Dienste der medizinischen und beruflichen Rehabilitation (BBW, BFW, BTZ, RPK).
  • Beratungs- und Therapieeinrichtungen (Studienberatungs-stellen an Hochschulen und Universitäten, Beratungs- und Therapiezentren für Autismus (NANO, Autismuskompetenz-zentren, Integrationsfachdienste).
  • Kostenträger der medizinischen und beruflichen Rehabilitation (Arbeitsagentur, Rentenversicherungsträger, Krankenkassen, Berufsgenossenschaften...).
  • Organisationen der Autismusvertretung und -selbstvertretung (BV autismus Deutschland e.V., Selbsthilfeorganisationen...).
  • Unternehmen des allgemeinen Arbeitsmarktes, die Autistinnen beschäftigen, beschäftigt haben oder zu beschäftigen beabsichtigen, Arbeitgeber des öffentlichen Dienstes sowie das Unternehmensnetzwerk Autismus.

Ziele

Vorrangiges Ziel des Projektes ist es, die Beschäftigung von Frauen mit Schwerbehinderung mit HFA/AS auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nachhaltig zu verbessern.

​Dabei entstehen folgende Unterziele:

  • Erkenntnisgewinn der Situation von autistischer Frauen mit Schwerbehinderung mit HFA/AS im Rahmen der Ausbildung, Förderung und Teilhabe am Arbeitsleben unter besonderer Berücksichtigung der unterschiedlichen Diagnosestellungen im Kindes- und Erwachsenenalter.
  • Erkenntnisgewinn über die Bedeutung und Vereinbarkeit von Berufstätigkeit mit Familien- oder anderen Aufgaben.
  • Erkenntnisgewinn über die Chancen der Digitalisierung für eine selbstbestimmte berufliche Tätigkeit autistischer Frauen mit HFA/AS.
  • Prüfung der Eignung und Weiterentwicklung von bestehenden beruflichen Unterstützungsmaßnahmen.
  • Sensibilisierung sozialer und rehabilitativer Einrichtungen und Dienste für die Bedarfe autistischer Frauen mit HFA/AS.

Inhalt

Eine ganze Reihe internationaler Studien sowie etliche nationale Hinweise machen darauf aufmerksam, dass Frauen und Mädchen mit Schwerbehinderung mit hochfunktionalem Autismus (HFA) bzw. Asperger Syndrom (AS) noch mehr Benachteiligungen in der Arbeitswelt erfahren als autistische Männer, die den beruflichen Einstieg erschweren, einen häufigen Wechsel des Arbeitsplatzes mit sich bringen sowie den vollständigen Rückzug aus dem Erwerbsleben begünstigen.

​​Die bislang vorliegenden Erkenntnisse deuten darauf hin, dass die Erwartungshaltungen, mit denen Frauen mit Autismus im Erwerbsleben konfrontiert werden, zu spezifischen beruflichen Belastungen führen, die sich von den Herausforderungen und Belastungen der autistischen Männer unterscheiden. ​Es fehlen Erkenntnisse, worauf sich die besonderen Belastungen zurückführen lassen, und es fehlen Erkenntnisse, welche Hilfestellung Frauen benötigen, um im Arbeitsleben nachhaltig beschäftigt zu bleiben und in ihrer persönlichen Entwicklung Stabilisierung zu finden.

​Diesen Hinweisen möchten wir in unserem Projekt nachgehen und die spezifischen Belastungen und Lebensumstände von jungen Mädchen und Frauen mit Schwerbehinderung mit HFA/AS im Rahmen der beruflichen Qualifizierung und Platzierung, die eine gleichberechtigte und nachhaltige Teilhabe am Arbeitsleben verhindern, bundesweit erforschen.

Das Forschungsteam setzt sich zusammen aus dem B.B.W. St. Franziskus Abensberg, dem Integrationsfachdienst (IFD) gemeinnützige GmbH Nürnberg sowie dem Berufsförderwerk (BFW) Hamburg GmbH. Begleitet wird das Forschungsprojekt durch Prof. Dr. Matthias Dalferth der Ostbayerischen Technische Hochschule (OTH) Regensburg sowie einer Gruppe von Beratenden aus dem Autismus-Spektrum.
Auf Grundlage der Ergebnisse sollen gezielt (Beratungs-) Angebote und Maßnahmen entwickelt bzw. angepasst werden.

AUT*CIA steht für "Chancengleichheit von Frauen mit Schwerbehinderung mit HFA/AS im Arbeitsleben".

Dauer

Das Modellprojekt wird vom 01.04.2022 bis 30.09.2024 durchgeführt.

Finanzierung

Das Modellprojekt wird vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales aus den Mitteln des Ausgleichsfonds für überregionale Vorhaben zur Teilhabe von Menschen mit Schwerbehinderung am Arbeitsleben finanziert.