Vom berufsbegleitenden Dienst zum IFD
Vor seinem Wechsel zum Integrationsfachdienst arbeitete er im berufsbegleitenden Dienst der Gehörlosenseelsorge. Mit der Einführung des Sozialgesetzbuches IX und dem Aufbau der Integrationsfachdienste veränderten sich zu Beginn der 2000er-Jahre viele Strukturen.
Da sein damaliges Arbeitsverhältnis Ende 2001 auslaufen sollte, orientierte er sich beruflich neu. Zunächst gab es bereits konkrete Pläne für eine andere Tätigkeit. Dann erhielt er jedoch ein Angebot vom neu gegründeten Integrationsfachdienst. Am 1. Juli 2001 begann schließlich sein Weg beim IFD.
Früh Verantwortung übernommen
Bereits 2003 wurde er gefragt, ob er die Geschäftsführung vertreten möchte. Zunächst arbeitete er weiterhin teilweise in der Integrationsberatung. Mit dem Wachstum des IFD nahmen jedoch auch seine organisatorischen und leitenden Aufgaben zu. Im Jahr 2006 beendete er seine Tätigkeit in der Beratung und konzentrierte sich vollständig auf seine neuen Verantwortungsbereiche.
Die Aufgabenverteilung innerhalb der Leitung entwickelte sich nicht nach einem festen Plan, sondern im täglichen Austausch. Während der Geschäftsführer vor allem die Zusammenarbeit mit Auftraggebern, Gesellschaftern und der Öffentlichkeit übernahm, kümmerte sich Jochen Prusko um viele interne Abläufe.
Dazu gehörten das Gebäude- und Raummanagement, die technische Ausstattung und die Organisation von Umzügen. Er suchte Räume für neue Zweigstellen, plante deren Aufteilung und sorgte dafür, dass die Mitarbeitenden passende Arbeitsplätze, Möbel und Technik zur Verfügung hatten. Viele der heutigen Standorte des IFD hat er auf diese Weise mit aufgebaut und weiterentwickelt.
Aufbau des Qualitätsmanagements
Ein weiterer wichtiger Meilenstein begann im Jahr 2009. Damals wurde deutlich, dass die Arbeitsagenturen künftig nur noch Aufträge an zertifizierte Integrationsfachdienste vergeben würden.
Er übernahm die Aufgabe, das bestehende Qualitätsmanagement weiterzuentwickeln und ein umfassendes System für die gesamte Organisation aufzubauen. Dazu gehörten neben den fachlichen Kernprozessen auch Führungs-, und Verwaltungsprozesse.
Die Aufgabe war umfangreich und erforderte eine intensive Einarbeitung. Im November 2011 fand zunächst ein erfolgreiches Voraudit statt. Im Februar 2012 wurde der IFD schließlich erstmals zertifiziert. Ab 2015 wurde die Verantwortung für das Qualitätsmanagement auf weitere Schultern verteilt.
Umzug, Pandemie und neue Herausforderungen
Auch der Umzug des Nürnberger Standorts im Jahr 2017 war ein besonderer Meilenstein. Über viele Jahre hatte der langjährige Mitarbeiter scherzhaft gesagt, dass ein großer Umzug für ihn ein möglicher Kündigungsgrund sei. Am Ende organisierte und begleitete er auch diese Aufgabe.
Mit Beginn der Corona-Pandemie im Jahr 2020 veränderte sich sein Arbeitsalltag erneut. Plötzlich mussten neue Bescheinigungen, Anträge, Vorgaben und organisatorische Abläufe bearbeitet werden. Die Situation erforderte schnelle Entscheidungen und viel Flexibilität.
Vom kleinen Team zur großen Organisation
Als Jochen Prusko beim IFD begann, bestand das Team aus etwa zehn Personen. Morgens trafen sich die Mitarbeitenden noch gemeinsam im Wartebereich, tranken Kaffee und tauschten sich aus, bevor sie in ihre Büros gingen.
Im Laufe der Jahre wuchs der IFD kontinuierlich. Neue Standorte, Aufgabenbereiche und Teams kamen hinzu. Dieses Wachstum geschah nicht plötzlich, sondern Schritt für Schritt. Im Rückblick wird jedoch deutlich, wie stark sich die Organisation in 25 Jahren verändert hat.
Mit zunehmender Größe verändern sich auch die Kommunikation und das Miteinander. Deshalb gibt er seinen Kolleginnen und Kollegen zum Abschied eine wichtige Botschaft mit: „Kommuniziert miteinander. Redet miteinander, seid beweglich und kompromissbereit. Bleibt im Gespräch.“
Nach 25 Jahren endet nun ein prägender Abschnitt. Wir danken Jochen Prusko für seinen großen Einsatz, seine Verlässlichkeit und seine langjährige Arbeit für den Integrationsfachdienst. Für seinen Ruhestand wünschen wir ihm Gesundheit, Zufriedenheit und viele schöne Erlebnisse.